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22.04.2016

Mit Adleraugen beobachtet

 

Bereits im dritten Jahr pflegen engineering people und die Lebenshilfe Donau-Iller eine Freundschaft, die immer weitere Kreise zieht: Und so nahmen am Sonntag, den 17. April 2016 insgesamt 40 Personen (davon acht Kinder) am gemeinsamen Ausflug zur Greifvogelstation beim Schloss Heidenheim teil.

Die Teilnehmer kamen vom Lebenshilfe-Wohnheim Illertissen, von der Lebenshilfe-Werkstatt in Neu-Ulm und dem ep Team. Als man sich um halb drei beim Heidenheimer Schloss traf, war bei allen die Vorfreude groß. Aufgrund des unsicheren Wetters entschied sich allerdings ganz kurzfristig, ob die geplante Greifvogelschau stattfinden würde. „Denn“, so Falkner Burkhard Hellmann, „bei Regen bleiben die Vögel bestenfalls in den Bäumen sitzen. Zum Fliegen sind sie dann nicht zu bewegen!“ Jedoch, sie blieben nicht: Ob Schleiereule, Uhu oder der majestätische Weißkopfseeadler – alle ließen sich mit etwas Futter überzeugen und flogen von Station zu Station und teils über die Köpfe der Besucher hinweg. Sogar der Wanderfalke bewegte sich nach einer Kunstpause und etwas Überredung wie gewünscht von Baum zu Baum. Falkner Hellmann begleitete die Show mit Informationen, die bis dato keinem der Anwesenden bewusst waren. So könnte ein Adler allein von der Sehkraft her aus 400 Metern Entfernung eine Tageszeitung mühelos lesen. Der Wanderfalke erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 324 km/h und ist damit das schnellste Tier der Welt. Und hungrige Schleiereulen erkennen, weil sie im Ultraviolettbereich sehen, wo sich besonders viele Mäuse aufhalten. Die legen nämlich, um in ihren Bau zurückzufinden, eine Spur aus Urin, die im ultravioletten Licht reflektiert...

Vieles wurde geboten: Falkner Hellmann präsentierte die Vögel aus nächster Nähe und wies auf ihre Besonderheiten hin. Und darauf, wo der Mensch vom Vogel lernt – zum Beispiel, wenn er die Flügel von Flugzeugen leicht nach oben auslaufen lässt und so jede Menge Energie spart. Selbst geübten Ingenieuren bot sich hier eine gute Gelegenheit, mal wieder von der ‚ganz normalen‘ Natur fasziniert zu sein… Ein kurzer Abstecher zu den Futterautomaten im Wildpark gab den Kindern Gelegenheit, einige Rehe zu füttern. Danach ging es in die nahegelegene Schlosswirtschaft, wo es viel Gelegenheit gab, sich bei Kaffee und Kuchen, Wurstsalat oder Schnitzel gemütlich zu unterhalten. Von einem Teilnehmer der Lebenshilfe Illertissen kam dann auch die Anregung zum nächsten Ausflug: ein Schlossbesuch. Also geht's mit dem Zug nach Sigmaringen, inklusive Schlossbesichtigung und Biergarten – im Juni soll es soweit sein!

  • 40 Teilnehmer beim ep-Lebenshilfe-Ausflug nach Heidenheim

  • Der Uhu - gut gelaunt (zu sehen an den hochgestellten Federn rechts und links).

  • Der Wanderfalke - bis zu 324 km/h schnell!

  • Der Weißkopfseeadler - majestätisch anzusehen, Spannweite der Flügel 2,2 Meter.

  • Einkehr in der Schlosswirtschaft - wohl verdient!

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